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INFORMATIONEN ZUM THEMA SICHERHEIT

Einführung

In   komplexen   Systemen   ist   es   unmöglich,   Risiken   völlig   auszuschliessen.   Das   vertretbare   Risiko   für   jede   mögliche   Art   der Beeinträchtigung    hängt    von    vielen    Faktoren    ab    und    wird    zudem    subjektiv    und    kulturell    verschieden    bewertet.    Im Allgemeinen   werden   höhere   Wahrscheinlichkeiten   für   Beeinträchtigungen   mit   steigendem   Nutzen   (beispielsweise   Aktien- Spekulation, Teilnahme am Straßenverkehr) als vertretbar angesehen. Um       den       Zustand       von       Sicherheit       zu       erreichen,       werden       Sicherheitskonzepte       erstellt       und       umgesetzt. Sicherheitsmassnahmen   sind   erfolgreich,   wenn   sie   dazu   führen,   dass   mit   ihnen   sowohl   erwartete   als   auch   unerwartete Beeinträchtigungen abgewehrt bzw. hinreichend unwahrscheinlich gemacht werden.

Angriffssicherheit, Betriebssicherheit

Anders   als   im   angloamerikanischen   Sprachraum   wird   im   Deutschen   normalerweise   nicht   zwischen   den   beiden   Themen Security    („Angriffssicherheit“)   und   Safety    („Betriebssicherheit“)   unterschieden,   beide   Begriffe   werden   stattdessen   allgemein unter    „Sicherheit“    zusammengefasst.    Während    „Safety“    den    Schutz    der    Umgebung    vor    einem    Objekt,    also    eine    Art Isolation   beschreibt,   handelt   es   sich   bei   „Security“   um   den   Schutz   des   Objektes   vor   der   Umgebung,   d.   h.   die   Immunität bzw. Sicherung . Dementsprechend   reicht   es   nicht,   an   einer   Fluchttür   lediglich   „Sicherheit“   zu   fordern.   Im   Sicherheitskonzept   sind   die Anforderungen   zu   spezifizieren.   Eine   „Safety“-Anforderung   wäre   hier   die   Gewährleistung   eines   möglichst   gefahrlosen Flucht-   und   Rettungsweges   für   Betroffene   beziehungsweise   hilfeleistende   Kräfte,   während   Forderungen   zur   Vermeidung einer unberechtigten Nutzung der Tür im Normalbetrieb dem Bereich „Security“ zuzuordnen sind.

Sicherheit als relativer Zustand

Allgemein    wird    Sicherheit    jedoch    nur    als    relativer    Zustand    der    Gefahrenfreiheit    angesehen,    der    stets    nur    für    einen bestimmten Zeitraum, eine bestimmte Umgebung oder unter bestimmten Bedingungen gegeben ist. Im    Extremfall    können    sämtliche    Sicherheits vorkehrungen    zu    Fall    gebracht    werden    durch    Ereignisse,    die    sich    nicht beeinflussen   oder   voraussehen   lassen   (beispielsweise   ein   Meteoriteneinschlag).   Sicherheit   bedeutet   daher   nicht,   dass Beeinträchtigungen   vollständig   ausgeschlossen   sind,   sondern   nur,   dass   sie   hinreichend   (beispielsweise   im   Vergleich   zum allgemeinen „natürlichen“ Risiko einer schweren Erkrankung) unwahrscheinlich sind. Ein   prägnantes   Modell   für   die   Relativität   von   Sicherheitsmaßnahmen   ist   das   Kraftfahrzeugwesen,   in   dem   es   zahlreiche sicherheitstechnische   Vorschriften   und   auch   regelmässige   Überprüfungen   gibt.   Dennoch   können   weder   Vorschriften   noch Prüfungen    verhindern,    dass    mit    dem    Kraftfahrzeug    absichtlich,    böswillig    oder    unabsichtlich    gefährliche    Zustände herbeigeführt werden oder dass Teile des Kraftfahrzeugs in gefährlicher Weise nicht mehr funktionieren.

Spannungsverhältnis Sicherheit und Freiheit

Der   Wunsch   nach   grösstmöglicher   Sicherheit   einerseits   und   möglichst   weitgehender   individueller   Freiheit   andererseits stehen    in    einem    starken    Spannungsverhältnis.    So    muss    der    einzelne    sich    im    Alltagsleben    einer    grossen    Zahl    von Vorschriften   und   Einschränkungen   unterordnen,   die   vom   Staat   oder   von   Institutionen   „aus   Sicherheitsgründen“   erlassen werden.   Vor   allem   Kritiker   aus   dem   liberalen   Spektrum   warnen   davor,   dass   die   dazu   in   als   unsicher   empfundenen   Zeiten hohe   Bereitschaft   verstärkt   auch   ausgenutzt   werde,   um   eine   stärkere   Überwachung   der   Bürger   durchzusetzen   und   damit die   allgemeinen   Bürgerrechte   zu   schwächen.[1]   Angebliche   „Sicherheitsgründe“   seien   mitunter   lediglich   vorgeschoben oder zumindest im Vergleich zur tatsächlich drohenden Gefahr unverhältnismäßig.[2] Moral,    Sexualität,    Jugendschutz,    Kriminalität,    und    Terrorismus    würden    als    Argumente    für    eine    Beschränkung    der Grundrechte   herangezogen.[3]   Im   Übrigen   sei   das   Motiv   einschränkender   Vorschriften   häufig   weniger   im   Schutz   des Einzelnen     vor     Gefahren     zu     suchen,     sondern     vielmehr     darin,     den     Staat     oder     eine     Institution     von     juristischen Schadensersatzansprüchen freizuhalten.

Technische und zwischen-menschliche Sicherheiten

Technische Sicherheiten unterscheiden sich grundsätzlich von zwischenmenschlichen Sicher heiten: Das   Vertrauen   in   Mechanismen   ist   ein   Vertrauen   in   ihre   Gleichgültigkeit   und   Interesselosigkeit   (Ein   Geldautomat   zum Beispiel behandelt alle Benutzer gleich und hat kein Interesse an ihnen). Einem   Menschen   oder   einer   Personengruppe   vertraut   man   dagegen   in   dem   Glauben,   individuell   und   loyal   behandelt zu werden. Dieser   immanente   Widerspruch   führt   in   allen   soziotechnischen   Systemen   zu   interessanten   Paradoxien   –   Die   soziale Sicherheit   etwa   hat   sich   im   Laufe   der   Geschichte   von   einer   vorwiegend   zwischenmenschlichen   zu   einer   mehrheitlich technischen gewandelt. Diese Informationen und die darin enthaltenen Links entstammen Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit
 

INFORMATIONEN ZUM

THEMA SICHERHEIT

Einführung

In    komplexen    Systemen    ist    es    unmöglich,    Risiken völlig    auszuschliessen.    Das    vertretbare    Risiko    für jede   mögliche   Art   der   Beeinträchtigung   hängt   von vielen   Faktoren   ab   und   wird   zudem   subjektiv   und kulturell     verschieden     bewertet.     Im     Allgemeinen werden         höhere         Wahrscheinlichkeiten         für Beeinträchtigungen        mit        steigendem        Nutzen (beispielsweise    Aktien-Spekulation,    Teilnahme    am Straßenverkehr) als vertretbar angesehen. Um     den     Zustand     von     Sicherheit     zu     erreichen, werden   Sicherheitskonzepte   erstellt   und   umgesetzt. Sicherheitsmassnahmen   sind   erfolgreich,   wenn   sie dazu   führen,   dass   mit   ihnen   sowohl   erwartete   als auch    unerwartete    Beeinträchtigungen    abgewehrt bzw.       hinreichend       unwahrscheinlich       gemacht werden.

Angriffssicherheit, Betriebs-

sicherheit

Anders    als    im    angloamerikanischen    Sprachraum wird    im    Deutschen    normalerweise    nicht    zwischen den    beiden    Themen    Security     („Angriffssicherheit“) und     Safety      („Betriebssicherheit“)     unterschieden, beide   Begriffe   werden   stattdessen   allgemein   unter „Sicherheit“     zusammengefasst.     Während     „Safety“ den   Schutz   der   Umgebung   vor   einem   Objekt,   also eine    Art    Isolation    beschreibt,    handelt    es    sich    bei „Security“    um    den    Schutz    des    Objektes    vor    der Umgebung, d. h. die Immunität bzw. Sicherung . Dementsprechend   reicht   es   nicht,   an   einer   Fluchttür lediglich          „Sicherheit“          zu          fordern.          Im Sicherheitskonzept     sind     die     Anforderungen     zu spezifizieren.    Eine    „Safety“-Anforderung    wäre    hier die     Gewährleistung     eines     möglichst     gefahrlosen Flucht-       und       Rettungsweges       für       Betroffene beziehungsweise     hilfeleistende     Kräfte,     während Forderungen   zur   Vermeidung   einer   unberechtigten Nutzung    der    Tür    im    Normalbetrieb    dem    Bereich „Security“ zuzuordnen sind.

Sicherheit als relativer Zustand

Allgemein    wird    Sicherheit    jedoch    nur    als    relativer Zustand   der   Gefahrenfreiheit   angesehen,   der   stets nur   für   einen   bestimmten   Zeitraum,   eine   bestimmte Umgebung    oder    unter    bestimmten    Bedingungen gegeben ist. Im      Extremfall      können      sämtliche      Sicherheits - vorkehrungen     zu     Fall     gebracht     werden     durch Ereignisse,      die      sich      nicht      beeinflussen      oder voraussehen           lassen           (beispielsweise           ein Meteoriteneinschlag).     Sicherheit     bedeutet     daher nicht,         dass         Beeinträchtigungen         vollständig ausgeschlossen      sind,      sondern      nur,      dass      sie hinreichend      (beispielsweise      im      Vergleich      zum allgemeinen    „natürlichen“    Risiko    einer    schweren Erkrankung) unwahrscheinlich sind. Ein     prägnantes     Modell     für     die     Relativität     von Sicherheitsmaßnahmen   ist   das   Kraftfahrzeugwesen, in       dem       es       zahlreiche       sicherheitstechnische Vorschriften   und   auch   regelmässige   Überprüfungen gibt.    Dennoch    können    weder    Vorschriften    noch Prüfungen   verhindern,   dass   mit   dem   Kraftfahrzeug absichtlich,   böswillig   oder   unabsichtlich   gefährliche Zustände   herbeigeführt   werden   oder   dass   Teile   des Kraftfahrzeugs    in    gefährlicher    Weise    nicht    mehr funktionieren.

Spannungsverhältnis Sicherheit

und Freiheit

Der      Wunsch      nach      grösstmöglicher      Sicherheit einerseits   und   möglichst   weitgehender   individueller Freiheit     andererseits     stehen     in     einem     starken Spannungsverhältnis.   So   muss   der   einzelne   sich   im Alltagsleben    einer    grossen    Zahl    von    Vorschriften und   Einschränkungen   unterordnen,   die   vom   Staat oder    von    Institutionen    „aus    Sicherheitsgründen“ erlassen     werden.     Vor     allem     Kritiker     aus     dem liberalen   Spektrum   warnen   davor,   dass   die   dazu   in als   unsicher   empfundenen   Zeiten   hohe   Bereitschaft verstärkt   auch   ausgenutzt   werde,   um   eine   stärkere Überwachung   der   Bürger   durchzusetzen   und   damit die     allgemeinen     Bürgerrechte     zu     schwächen.[1] Angebliche      „Sicherheitsgründe“      seien      mitunter lediglich   vorgeschoben   oder   zumindest   im   Vergleich zur              tatsächlich              drohenden              Gefahr unverhältnismäßig.[2] Moral,    Sexualität,    Jugendschutz,    Kriminalität,    und Terrorismus      würden      als      Argumente      für      eine Beschränkung    der    Grundrechte    herangezogen.[3] Im      Übrigen      sei      das      Motiv      einschränkender Vorschriften   häufig   weniger   im   Schutz   des   Einzelnen vor    Gefahren    zu    suchen,    sondern    vielmehr    darin, den    Staat    oder    eine    Institution    von    juristischen Schadensersatzansprüchen freizuhalten.

Technische und zwischen-

menschliche Sicherheiten

Technische        Sicherheiten        unterscheiden        sich grundsätzlich     von     zwischenmenschlichen     Sicher - heiten: Das      Vertrauen      in      Mechanismen      ist      ein Vertrauen       in       ihre       Gleichgültigkeit       und Interesselosigkeit       (Ein       Geldautomat       zum Beispiel   behandelt   alle   Benutzer   gleich   und   hat kein Interesse an ihnen). Einem    Menschen    oder    einer    Personengruppe vertraut      man      dagegen      in      dem      Glauben, individuell und loyal behandelt zu werden. Dieser     immanente     Widerspruch     führt     in     allen soziotechnischen       Systemen       zu       interessanten Paradoxien   –   Die   soziale   Sicherheit   etwa   hat   sich   im Laufe      der      Geschichte      von      einer      vorwiegend zwischenmenschlichen       zu       einer       mehrheitlich technischen gewandelt. Diese Informationen und die darin enthaltenen Links entstammen Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit
© SARTORY SICHERHEIT, Lilienweg 2, CH - 8575 Bürglen +41 71 540 00 00  info@sartory.pro